Erste Hilfe und Gummiamputation

29 Nov

Attackierte Kunstköder

Gummifische halten nicht ewig, sei es durch regelmäßige Attacken der Räuber mit ihren messerscharfen Zähnen oder durch wiederholtes aufziehen des Jig´s. Es bilden sich kleine und große Löcher, Risse und teils wird der Gummi am Kopf gespalten.

Da wir die Köder nicht auf der Straße finden oder geschenkt bekommen, wird einigen Opfern durch kleine chirurgische Eingriffe ein zweites Leben verliehen. Zudem können wir uns hier durch eigene Kreationen von der Masse der käuflichen Köder absetzen.

Gummi altGummi wie neuKopf gerissenGummi verzmolzen

 Die Reparatur

Man braucht einen Lötkolben mit einer sehr feinen Spitze. Diesen lässt man voll erhitzen, nimmt den defekten Gummi dazu und fährt ganz kurz mit der Spitze durch den Riss oder ins Loch rein. Den Riss bzw. das Loch kurz andrücken und es ist wieder alles sauber verklebt und hält wie neu. Um alles wieder glatt aussehen zu lassen, einfach äußerlich und flach mit dem Lötkolben ein wenig hin und her reiben. Hier gilt natürlich auch, nicht zu lange auf einer Stelle verharren, und schon ist der Gummifisch bereit für die nächsten Räuberzähne. Einfach mal ausprobieren und ihr seht, dass sich das Material super verbindet und der Köder sogar reißfest ist. Dass der Gummi, Gummi bleibt ist ein Vorteil gegenüber dem Sekundenkleber. Dieser härtet aus und ist nicht so schön flexibel wie der geschmolzene Gummi.

GummirissRiss weg

Grenzenlose Fantasie

Über die vorgenannten Reparaturen hinaus kann ein Lötkolben aber noch so einiges mehr. Wie schon beschrieben verschmelzt der Gummi bzw. die Naht vollständig und bildet so wieder eine reißfeste Verbindung. Durch dieses Verschmelzen kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und sogar fremde Gummifischteile verbinden oder ganz neue Formen kreieren.

RedheadGreen-Tomato

Damit die ganze Sache nicht zu aufwendig und zeitintensiv wird, sammeln wir die übelst hingerichteten Gufis in einer Ecke im Boot bis wir 10 oder mehr Notfälle zusammen haben bevor der OP vorbereitet wird. Um Kopfschmerzen und Halluzinationen zu vermeiden empfehlen wir draußen oder in gut belüfteten Räumen zu arbeiten. Ein kleiner Atemschutz kann auch nicht schaden, man weiß ja nie was da in Japan oder anderswo so zusammengeschmolzen wird!!!

RedheadGreen-Tomato

Raubfischgrüße

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