Schneidertag

7 Sep

Ist es nicht ein grässliches Wort? Doch irgendwie kennt es jeder Angler und hat es mit Sicherheit mal für sich benutzen dürfen. Für uns Monkeys kann man sagen, dass es äußerst selten benutzt wird, bzw. kann ich mich nicht mehr daran erinnern. Aber das soll jetzt nicht heißen das wir ständig mit mega Erfolgen auf alle Tage zurück blicken. Oftmals denkt man doch am Tagesende, mit 5 wirklich hart erkämpften Fischen auf dem Zähler, ob man die Sportart nicht besser in Richtung Ballett verlassen sollte….

Besonders dieses Jahr fällt es uns schwer an unserem Hausgewässer der Maas ordentliche Resultate zu erreichen. Einen bedeutenden Teil trägt auch die Maas mit hinzu. Wir Monkeys haben es noch nicht gesehen und miterlebt, das dieser doch so schöne Fluss, der einen guten bis sehr guten Raubfischbestand hat, schon so lange ein Stillgewässer ist. Es baut sich einfach keine Strömung mehr auf, das Wasser super klar und die Räuber anscheinend überall verteilt.
Nur was tun, wenn man in den ersten Stunden schon merkt, dass Spots nicht richtig laufen und die Zander ihr Maul wieder total vernagelt haben?

Kämpfen..

         Für uns Monkeys gesagt versuchen wir auch an solchen Tagen das beste Resultat heraus zu holen. Vom Ehrgeiz gepackt lassen wir nichts unversucht und des Öfteren wird man für die harte Arbeit mit dem Traumfisch belohnt. Teils sieht und hört man von anderen,

– geht nichts
– kein Bock mehr
– lange Gesichter und frühes aufgeben.

Aber aus solchen Tage lernt man, wenn man nicht aufgibt und alles Erdenkliche versucht.

Wenn wir merken, dass es vertikal – diagonal gar nicht läuft und sämtliche Köder in Form und Farbe keine Änderung bringen, sollte man auch Zeitweise einfach die Art zu fischen wechseln. So wird nun bis zum nächsten Spot einfach mal geschleppt anstatt mit 50 Sachen so schnell wie möglich dort zu sein. Dadurch erreichen wir einfach mehr Strecke und erwischen doch den einen oder anderen Räuber der es etwas aggressiver und schneller mag und zudem anscheinend in Fresslaune ist. Den nächsten Vorteil verschaffen wir uns hieraus auch. Oft sind es dann sogar ganz gute Spots, die wir so auf eine schnelle Art finden. Schleppruten weg und ungefähr die Fangstelle vertikal oder besser noch diagonal auf weitere Zander absuchen. Beißt dort nichts mehr haben wir wenig Zeit verloren, die Stelle eingeschätzt und schleppen weiter. Häufig sieht man die Zander an seinen Stellen liegen oder man ist sich bewusst, dass Sie definitiv irgendwann einkehren. Aber beißen wollen Sie weder auf den gut riechenden Köfi am Dropshot oder Fireball. Auch da geben wir nicht auf und werfen diese Stellen noch mal jiggend ab. Es sind meist kleine Unterschiede in Technik, Geschwindigkeit, Form, Farbe und Größe die plötzlich das Fressen auslösen.

         Und wenn auch mal alles nicht funktioniert werden wir uns trotzdem nicht im Ballettkurs wieder sehen. Wenn die Fische nicht mitspielen, kann man immer den Tag genießen weil man die Natur, die Ruhe und oftmals die Abgeschiedenheit erleben durfte.
Zum anderen ist nach so einem Tag der Ehrgeiz fürs nächste Fischen umso Größer. Also versucht alles und lasst euch nicht zu früh unter kriegen.

Petri Heil und beste Raubfischgrüße